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WISSENSCHAFTS
GESCHICHTE

Prof. Ernst Peter
Fischer

zum Thema
"
Wie kommt der Wein an die Wahrheit der Wissenschaft?"

am 24.04.2008
um 19:00 Uhr
Weinbar Caveau
Südstr. 70
Lüdenscheid

Über das Wissenschaftscafé

Wir leben in einer so genannten Wissenschaftsgesellschaft. Das bedeutet zunächst, dass wir von den wissenschaftlichen Errungenschaften alltäglich profitieren. Ob wir nun den Snack für zwischendurch in der Mikrowelle oder der antihaftbeschichteten Pfanne zubereiten oder in der neuen Sportkleidung einen vergleichsweise trockenen Ausflug ins Grüne machen. So selbstverständlich diese Dinge uns jedoch erscheinen, so wenig hinterfragen wir sie oder versuchen sie gar zu verstehen.

Dabei bedeutet Wissenschaftsgesellschaft auch, dass wir in verstärktem Maße Zugang zum Wissen haben. Dieser Zugang gleicht jedoch keinesfalls einer geebneten, gut ausgebauten Wissensautobahn, die uns auf direktem Weg zum Ziel führt. Stattdessen finden wir ein Labyrinth aus verschiedenen Wegen vor, die mal gerade, mal verschlungen verlaufen, mal eben sind, mal auf und ab führen, mal asphaltiert, mal sandig und steinig sind. Und nicht immer sind wir für diese Wege entsprechend ausgerüstet. Darüber hinaus fehlt uns der Wegweiser, der uns die Möglichkeiten des Zuganges aufzeigt.

Zugänge zur Wissenschaft gibt es viele. Erzählungen, Erfahrungen, Gelesenes, Gesehenes, Gefühltes. Von Gesprächen über Bücher und Filme bis hin zu Vorträgen. Längst kommt auch jungen Medien wie dem Internet eine enorme Bedeutung auf diesem Gebiet zu. Meist sind diese Wege der Wissensaneignung jedoch Einbahnstraßen: vom Lehrenden zum Lernenden.

Anders im Café: Es ist ein Ort der Kommunikation, gemütlich, ruhig. In dieser Atmosphäre gedeihen Gespräche besonders gut. Dies macht sich das Wissenschaftscafé zunutze. Hier wird jedoch zum Kaffee, Tee oder auch Wein kein Kuchen gereicht, sondern Wissenschaft. Diese freilich nicht als schwere Buttercremetorte, sondern als fruchtiger Obstboden oder frische Käsesahne. Sie kommt auch nicht im Ganzen auf den Tisch, sondern in einzelnen Stücken, so dass zwischendurch aufkommende Fragen gestellt und beantwortet werden können. Es findet also ein Austausch statt zwischen dem Lehrenden und dem Lernenden und zwischen ihnen selbst. So werden die Grenzen verwischt, gar die Rollen getauscht.