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Kindergartenprojekt

Im Januar 2005 wurde ein Kindergartenprojekt ins Leben gerufen, welches Kindern im Vorschulalter auf spielerische Art und Weise einen ersten Einblick in die Naturwissenschaften ermöglicht. Es setzt damit den Grundgedanken der Bildungsvereinbarung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den Trägern der Kindertagesstätten in die Tat um. Initiiert, gefördert und finanziell unterstützt wird dieses Projekt durch

  • den Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid, Dieter Dzewas,
  • den Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Lüdenscheid,
  • die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) sowie
  • die Firma Poschmann Holding GmbH & Co. KG und
  • die Firma Mark-E Aktiengesellschaft, Hagen.

Die Idee des Kindergartenprojektes ist es, schon bei den 4 bis 5-jährigen das Interesse für Physik und Technik zu wecken. Die Kinder werden dabei gefördert, die interaktive Ausstellung Phänomenta neugierig zu erkunden und die Experimente selbstständig auszuprobieren. Kein pädagogischer Zeigefinger wird erhoben. Nirgends gibt es Anweisungen oder Vorschriften. Mit Spielfreude und Entdeckerlust erleben die Kinder ihre erste Berührung mit der Welt der Wissenschaften.

Das Hauptaugenmerk soll dabei auf solche Experimentierstationen der Ausstellung gelenkt werden, die für diese Altersgruppe besonders geeignet sind. Erkennbar sind sie anhand bunter Marienkäfer-Aufkleber, welche die Kinder auf ihrer Entdeckungs­tour suchen können. Bei der Auswahl dieser Stationen wurden folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Der Versuch soll in Bezug zum Alltag der Kinder stehen.
  • Das zugrunde liegende Phänomen soll dem Alter der Kinder entsprechend verständlich erklärbar sein.
  • Die Materialien für den Nachbau im Kindergarten sollen preiswert und leicht zu beschaffen sein.
  • Die Kinder sollen den Versuch unter Ihrer Anleitung selbst durchführen können.

Passend zu den derzeit elf ausgewählten Stationen haben Mitglieder des Phänomenta Lüdenscheid e.V. ehrenamtlich didaktische Materialien erstellt. Diese gliedern sich in:

  1. eine Beschreibung und Bebilderung der Phänomenta – Station,
  2. die Erklärung des wissenschaftlichen Hintergrundes,
  3. Anleitungen für den Nachbau im Kindergarten sowie
  4. Skizzen zu den Anleitungen.

Bereits bewährt haben sich in der Pilotphase die vom Verein für die Erzieherinnen und Erzieher entwickelten Work­shops. Diese Workshops sollen ihnen die Berührungsängste mit Physik und Technik nehmen und sie befähigen, den Kindern die wissenschaftlichen Phänomene zu erklären und darüber hinaus den Nachbau der Stationen im Kindergarten zu betreuen.

Die Pilotphase des Projektes wurde 2005 mit den städtischen Kindergärten in Lüdenscheid durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Anfang 2006 wurde das Projekt auf die zahlreichen nicht-städtischen Kindergärten im Lüdenscheider Raum ausgeweitet. Für interessierte Erzieherinnen und Erzieher aus ganz Nordrhein- Westfalen wird gegen Ende des Jahres schließlich ein Vorschultag anstelle des Workshops ausgerichtet.